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Geschrieben von Administrator   
Donnerstag, 27. Mai 2010
Der VCP Bundeszeltplatz Großzerlang

 

Wie alles begann

 

Fahrt und Lager sind wesentliche Aktivitäten der Gruppen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP).

Seit langem wird es aber immer schwieriger,  entsprechende Zeltplätze zu finden und die Genehmigung zum Zelten auf offener Wiese zu erhalten. Darum beschloss der VCP 1989 für seine Gruppen einen Zeltplatz in landschaftlich interessanter Lage zu suchen.

Nach der Wiedervereinigung wurde die Platzsuche auf die neuen Bundesländer erweitert. Im November 1994 entdeckte eine Gruppe an der Mecklenburgischen Seenplatte am Kleinen Pälitzsee in der Gemarkung von Großzerlang das ehemalige VEB-Ferienheim „Philipp Müller“. Im Bieterverfahren mit der „Treuhand-Liegenschafts-Gesellschaft“ in Potsdam als Vertreter der Eigentümerin Bundesrepublik Deutschland erhielt der VCP am Ende den Zuschlag für den Erwerb und ist nach Unterzeichnung der Kaufvertragsurkunde am 20. Februar 1997 Eigentümer über mehr als 121.000 qm  Wald, Wiesen, Teichen und Gebäuden an der Müritz-Havel-Wasserstaße.

 

In Veranstaltungen des VCP konnten sich die anfänglich skeptischen Bewohner von Großzerlang vor Ort über das Vorhaben informieren. Statt jugendlicher Zelter hatten sich die Dorfbewohner an diesem Ort lieber ein Hotel mit vielen Arbeitsplätzen gewünscht. Nach intensiven Gesprächen mit der Kreisverwaltung gaben dann auch die Behörden über einen Bebauungsplan ihre Zustimmung für den Umbau des Geländes zu einem Pfadfinderzeltplatz.

Im September 1997 gründete sich ein juristisch selbstständiger Betreiberverein , der „VCP Bundeszeltplatz Großzerlang e.V.“. Dieser Verein ist für den Zeltbetrieb des Platzes verantwortlich, während der VCP e.V. als Eigentümer den Ausbau des Platzes vorantreibt.

 

Mit der behelfsmäßigen Instandsetzung des Sanitärteiles in einem Übernachtungshaus begann am 01. Mai 1997 der Betrieb des Zeltplatzes. Am 05.August 2000 konnte der VCP Bundeszeltplatz Großzerlang nach Abbruch der maroden Übernachtungshäuser und dem Bau zweier neuer Sanitärgebäude feierlich eingeweiht werden. Schon drei Jahre später begrüßten wir die zehntausendste Besucherin. Jährlich wird der Pfadfinderzeltplatz für zwanzigtausend Übernachtungen genutzt. Dies ist in den Sommermonaten ein nicht zu vernachlässigender Faktor für den Einzelhandel und durch die besuchenden Eltern der Jugendlichen für die Gastronomie der Umgebung.

 

Für die organisatorische Platzbetreuung wurde ein Arbeitsplatz für einen Mitarbeiter aus Großzerlang geschaffen.

Ab Sommer 2004 wird ein pädagogischer Mitarbeiter Vorschläge zur Erkundung von Natur, Landschaft und Geschichte für die Gruppen anbieten.

 

Auf dem VCP-Bundeszeltplatz sind überwiegend  Pfadfindergruppen aus ganz Deutschland zu Gast, zunehmend auch aus dem Ausland. Die untereinander getrennten Zeltflächen ermöglichen individuelle Zeltlager, bieten aber bei größeren Lagern genügend Platz für Gemeinschaftsveranstaltungen.

 

Um den Zeltplatz zu vervollständigen werden in einer zweiten Bauphase ein Funktionsgebäude für Platzverwaltung, Programmangebote, dem Staff, Werkstatt, Gruppenküchen sowie Lagerräume für Material und Boote und die entgültige Gestaltung des Außengeländes erstellt. Bisher wurden über eine Millionen Euro in den Platz investiert. Zur Deckung der Kosten für den zweiten Bauabschnitt in Höhe von 710.000 € ist der Verband neben den Eigenleistungen und den Eigenmitteln wie Spenden der Mitglieder auf Zuschüsse von öffentlichen Stellen und Stiftungen sowie Spenden aus der Wirtschaft angewiesen.

 

Die Schirmherrschaft für den Pfadfinderzeltplatz übernommen haben die Leitende Bischöfin der Nordelbischen Kirche, Frau Maria Jepsen und der Brandenburgische Minister für Bildung, Jugend und  Sport, Herr Steffen Reiche.

 

Wer sind die christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder und was tun sie?

 

Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) ist ein Zusammenschluss von evangelischen Mädchen und Jungen. Er ist offen für konfessionell anders- bzw. nicht gebundene Jugendliche. Erwachsenen bietet er selbständige Arbeitsfelder. Über 47.000 Kinder und Jugendliche gehören den örtlichen VCP-Gruppen an. Über 3.500 junge Menschen und Erwachsene engagieren sich als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Gruppenleitungen berücksichtigen in ihrer pädagogischen Tätigkeit die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Altersstufen.

 

Erlebnis und Verantwortung

Der VCP hat sich zum Ziel gesetzt, das Evangelium von Jesus Christus in der praktischen Arbeit des Verbandes erlebbar zu machen. Die Leiterinnen und Leiter vermitteln Werte, welche die Befähigung zu Verhaltensweisen wie Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme, Solidarität und Toleranz, beinhalten.

Erziehung zu Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung sind Grundlagen der Pädagogik des VCP und der Umsetzung in den Gruppen.

Pfadfinderin und Pfadfinder sein heißt, in einer Gemeinschaft leben, eigene Rollen erkennen und vielleicht auch neu definieren, Gewohnheiten in Frage stellen und Andersartigkeit als Bereicherung annehmen.

„Pfadfinden“ als Methode vermittelt Erkenntnisse und gibt Freiräume für eigenes Lernen und eigene Erfahrungen. Demokratisches Handeln bedeutet, etwas gemeinsam zu entwickeln statt fertige Entscheidungen zu übernehmen. Pfadfinder wollen Neues entdecken, Zusammenhänge beobachten und begreifen. In der kleinen Gruppe lernen Mädchen und Jungen dabei Verantwortung zu übernehmen: bei Fahrten und Lager, Unternehmungen im In- und Ausland, beim Spielen, Basteln, Singen, bei Diskussionsrunden und Aktionen.

 

Weltweite Gemeinschaft mit historischer Verpflichtung

Mit einem Camp im Jahre 1907 auf Brownsea Island fing alles an. Der britische Offizier Robert Baden-Powell hatte beim Einsatz von jungen Kundschaftern in Südafrika erlebt, dass Kinder und Jugendliche in der Lage waren, Aufgaben verantwortungsvoll auszuführen. Das Zeltlager mit britischen Jungen bestätigte seine Erfahrung. Junge Menschen auf der ganzen Welt gründeten später Gruppen, die nach den Anleitungen und Ratschlägen aus dem Buch „Scouting for boys“ von Baden-Powell arbeiteten. Heute gehören einige Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in über 150 Ländern zu den Weltorganisationen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. In der Bundesrepublik Deutschland sind es vier Verbände, darunter der VCP, die zum „Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände“ und dem „Ring deutscher Pfadfinderverbände“ gehören und von den Weltverbänden anerkannt werden.

 

 

Ein ganz besonderes Erlebnis

Das Zelten in einsamer Natur ist auch für Pfadfinderinnen und Pfadfinder ein besonderes Erlebnis.

 

Nur ein Stück Stoff, die Kohtenplane, die Zeltbahn, nur das ist zwischen mir und der Natur, zwischen mir und Wind und Wasser, Kälte und Hitze. Das Zelt gibt Geborgenheit und Schutz, Schatten und Ruhe.

Nur im Zelt kann der Mensch die Natur wirklich hautnah und ganz direkt erleben. In der Nacht nehmen wir Geräusche und Gerüche oft anders wahr. Sie bekommen so eine andere und stärkere Bedeutung. Man erlebt sie intensiver und unmittelbarer. Das Wetter wird viel direkter, egal ob es strahlender Sonnenschein oder klatschender Regen, eisige Kälte oder wohlige Wärme ist. Jeder macht mit seinen Sinneseindrücken ganz persönliche Erfahrungen.

 

Das gemeinsame Zelten dient auch der sozialen Erfahrung und damit der Erziehung von Kinder und Jugendlichen. Der Aufenthalt in der Natur dient - pädagogisch ausgedrückt - der Entwicklung einer Sozialkompetenz.

Junge Menschen müssen im Zelt auf engem Raum miteinander auskommen, ohne trennende Zimmerwände und ohne die Annehmlichkeiten von Betten. Dabei ist im Zelt eine gewisse Ordnung notwendig oder es besteht in der Gruppe und bei jedem Einzelnen die Gelassenheit, gemeinsam Chaos zu ertragen.

Man erlebt in jeder Hinsicht im Zelt die Nähe. Beim Zelten lernt jeder Rücksicht zu nehmen und erfährt Rücksicht. Die Gemeinsamkeit gibt Geborgenheit. Gleichzeitig bietet das Schlafen, Wohnen und Leben im Zelt die Chance, aus dem starren "Versorgt-Sein" auszusteigen und mit dem nur noch Notwendigem auszukommen. Dieser Wechsel zwischen dem Zuviel und dem deutlich Weniger hilft bei der Entwicklung eines Menschen und stärkt die Verantwortungsbereitschaft.

 

 

 

Der Bekanntheitsgrad von Großzerlang steigt

 

Durch die Präsenz des Bundeszeltplatzes im Internet unter www.vcp-bundeszeltplatz.de  und zusammen mit vielen anderen Pfadfinderzeltplätzen in ganz Europa unter www.scout.org/europe/wtsie/index.html  wird der Bekanntheitsgrad von Großzerlang europaweit steigen.

 
 
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